Was ist eine Ablösebescheinigung?
Die Ablösebescheinigung (auch: Ablösebestätigung, Ablösungsauskunft oder Tilgungsauskunft) ist ein offizielles Dokument Ihrer Bank, das den genauen Betrag ausweist, den Sie zahlen müssen, um Ihren Kredit zu einem bestimmten Stichtag vollständig zurückzuzahlen.
Sie enthält alle relevanten Positionen auf einen Blick:
- Restschuld – das noch ausstehende Kapital
- Aufgelaufene Zinsen – vom letzten Zahlungseingang bis zum Ablösetermin
- Vorfälligkeitsentschädigung (VFE) – falls applicable, mit Betrag und Berechnung
- Gesamtablösesumme – die Summe aller oben genannten Positionen
- Zahlungsfrist – bis wann der Betrag eingehen muss, damit er gilt
- Bankverbindung – IBAN und BIC für die Überweisung
Die rechtliche Grundlage: Banken sind verpflichtet, Ihnen Informationen zur vorzeitigen Rückzahlung auf Anfrage zur Verfügung zu stellen. Dies ergibt sich aus den Transparenzpflichten nach §491a Abs. 3 BGB sowie dem allgemeinen Kreditrecht. Die Auskunft muss kostenlos erteilt werden.
Wie fordern Sie die Ablösebescheinigung an?
Den Weg zur Ablösebescheinigung geht immer über ein schriftliches Ablöseschreiben, das Sie an Ihre Bank senden. In diesem Schreiben geben Sie Ihren gewünschten Ablösetermin (Stichtag) an – die Bank berechnet daraufhin alle Beträge exakt für diesen Tag und schickt Ihnen die Ablösebescheinigung zurück.
- Immer schriftlich anfordern – per Brief oder E-Mail mit Empfangsbestätigung, damit Sie einen Nachweis haben
- Antwortfrist: Die Bank reagiert typischerweise innerhalb von 7–14 Werktagen
- Tipp: Fordern Sie die Ablösebescheinigung 3–4 Wochen vor Ihrem gewünschten Ablösetermin an – so haben Sie ausreichend Puffer
Was enthält eine Ablösebescheinigung — Checkliste
Prüfen Sie nach Erhalt, ob alle folgenden Angaben enthalten und plausibel sind: